BRAUEREIEN


Tivoli

TIVOLI BRAUEREI KREFELD

Allgemeines, Geschichte und Standort der Tivoli Brauerei Krefeld
Der Wirt Theodor Neu aus Krefeld legte 1862 den Grundstein für die Brauerei indem er an sein Haus, an der Landstrasse zwischen Hüls und Krefeld, einen Flügel anbaute und dort eine kleine Weissbier-Brauerei und Mälzerei unterbrachte. Sein Sohn Jakob übernahm den Betrieb 1870 und gab ihm den Namen Tivoli.

In den folgenden Jahren wurden ein neues Sudhaus, eine Schankhalle und ein unterirdischer Eiskeller errichtet. Von 1874 bis 1778 erfolgten verschiedene Besitzerwechsel und Stilllegungen, bis die Braumeister August Burckhardt und Otto Greif für den Besitzer Hermann Bing die Brauerei sanierten. 1881 übernahmen sie die Brauerei dann selbst und wandelten sie 1889 in eine Aktiengesellschaft um. Der nachfolgende Unternehmensleiter, Carl Dilthey, modernisierte und erweiterte die Brauerei Ende des 19. Jahrhunderts. Unter seiner Regie fusionierte die Tivoli Brauerei Krefeld 1917 mit der Aktiengesellschaft Schwabenbräu Düsseldorf.

Dank dem 1934 eingesetzten Vorstand und Direktor Viktor Caussin überstand das Unternehmen trotz großer Zerstörungen und Verluste den Zweiten Weltkrieg. Die Tivoli Brauerei Krefeld wurde einige Jahre später von der Brauerei Schlösser in Düsseldorf übernommen, diese von der Schwabenbräu AG, welche von der Brau und Brunnen übernommen wurde.



TIVOLI BRAUEREI BERLIN

Allgemeines, Geschichte, Umsatz und Standort der Tivoli Brauerei Berlin
Im Jahre 1857 gründete sich die Brauereigesellschaft Tivoli in Berlin. Der Baumeister Junghan errichtete im Auftrag der Brauereigesellschaft in zwei Bauabschnitten, 1857 bis 1859 und 1862 bis 1873, die umfangreiche Anzahl von Brauereigebäuden. Das Wasser für das Bier wurde aus sieben, bis zu 120 Meter tiefen, Brunnen gewonnen.


Zu den Brauereianlagen zählten nicht nur die üblichen Gebäude und Einrichtungen wie Mälzerei, Sudhaus, Gärkeller, Eismaschinen, Fass- und Flaschenreinigung, Abfüllerei, Lagerkeller, Lagertanks und Laboratorium, sondern in diesem Fall zusätzlich Werkstätten für Stellmacher, Sattler, Tischler, Maler, Schmiede und Hufschmied, Flaschenverschlussfabrik, Hefezuchtanlage sowie Ställe für 275 Brauereipferde.


Das noch heute vorhandene Schankgebäude wurde im Jahre 1901, nach Plänen von Carl Teichen, im Stil einer mittelalterlichen Burg errichtet. Von 1891 an gehörte die Tivoli Brauerei Berlin zur Schultheiss-Brauerei, Abteilung II. Ab 1893/94 produzierte die Brauerei täglich 250.000 Flaschen „Märzen, „Versand“ und „Bock“. Die Brauerei erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden, jedoch wurde bald, unter Führung des Direktors Hans Sixtus, mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Produktion wurde automatisiert, die Bierherstellung gesteigert, und alkoholfreie Getränke erweiterten das Sortiment. 1993 wurde die Produktion verlagert